22. September 2014

Arruba, ist eine Reise wert.

Arruba, eine Insel irgendwo in der Karibik., es ist heiß fast zu heiß, wenn man das Wetter in Deutschland gewohnt ist. Aber ich bin auch nicht wegen des Vergnügens hier, nein wegen der Arbeit. Eigentlich möchte ich eine Fotoreportage über diese kleine Insel machen, ein paar Worte über das versteckte Eiland nieder schreiben. Dieses verschwiegene Fleckchen Erde unseren Lesern vorstellen und ihnen eine Reise hier her ins Paradies empfehlen. Denn noch liegt diese Ort abseits der Touristenströme, noch ist hier alle exklusiv, besonders und nicht überlaufen. Von freundlichen Menschen bedient, welche unauffällig, aber immer hilfsbereit ihren Dienst tuen, ist dies ein Ort der Entspannung. An körperlicher und geistiger Entspannung fehlt es hier nicht und es gibt überall etwas zu entdecken, was jeden neuen Tag zu einem kleinen Abenteuer werden läßt.


10. September 2014

Der Vosk


Es war der Tag gekommen, die Abreise stand kurz bevor, ich fühlte mich wie aus dem Nest gefallen. Die guten Ratschläge meiner Brüder waren nicht rar gesät, ein aufmunterndes Schulterklopfen hier, ein beruhigendes Tätscheln dort. Mein Vater drückte mir einen Beutel voller Münzen in die Hand und schon war ich hinaus, in die weite weite Welt. Zu Fuß wurde ich von einem unserer Sklaven begleitet, er sollte mir bis zur Anlegestelle Schutz gewähren. Das plätschern
des sich ewig dahin quälenden Wassers, wurde je näher mich meine Füße herantrugen immer lauter und schwoll schließlich zu einem drohenden Tosen an. Hier am Fluss lag die Grenze unserer Ländereien, nie jemals zuvor, zu keiner zeit war ich ferner meines Heims. Es wartete der letzte entscheidende Schritt, der Sprung von der Klippe, hinein ins Unbekannte, in die beängstigende fremde Welt.
Das Schiff, die Reise war bezahlt und ich war mir gewiss in Sicherheit zu sein, auch wenn das Antlitz der Schiffsleute wenig vertrauenerweckend war. Jene grobschlächtigen Männer lösten sämtliche Taue und stießen mit langen Stangen das Schiff vom Ufer ab, gemächlich und ohne jede Hast schob es sich in den Strom. Langsam und unaufhaltbar verschwand meine Heimat in der Ferne, der Wind rauschte durch das Getreide und sandte mir einen letzten Gruß zum Abschied. Dann war ich allein, mit diesen Männern und meinen Gedanken.
Das monoton sich wiederholende Knarren der Taue, das leise flattern der Segel im Wind, das sonore Summen der Schiffer, es machte mich schläfrig, ließ mich meine Augen schließen und mich alleinig auf mein Innerstes konzentrieren. Nach Brundisium sollte ich reisen, einen Brief übergeben und mir am Meer eine schöne Zeit machen. Die Thassa, ich wollte sie sehen, mit eigenen Augen, nicht in Erzählungen der Reisenden. Die Welt, die Städte, das Leben spüren, nicht verwelken auf dem Land. Selig schlief ich ein und gab mich den Träumen hin.


9. September 2014

Iunia Marca

Vor vielen, vielen Sommern gelang es meinem Vater Athenus Marca, ein wie er immer wieder behauptet zu jener Zeit recht erfolgloser Händler, von einigen Bauern, jenem stinkigen Volk vom Lande, ihr Hab und Gut zu einem annehmbaren Preis zu erwerben. Und durch Geschick und Fleiß gelang es ihm recht schnell noch weitere Gehöfte zu erwerben, die er in all seiner Großmut zu einem einzigen Gut vereinte, um den darauf befindlichen Bauern in Form ihrer Versklavung ein sorgenfreies Leben zu ermöglichen. Um die Verantwortung über ihr eigenes Wohl und Wehe erleichtert, zeigte sich dieses Landvolk als überaus fleißig, ihre Felder, welche sich nun im Besitz der Familie Marca befanden, erbrachten mehr Ertrag als jemals zuvor. Und mein Vater beschloss alsbald einzig und allein auf den Handel mit den Früchten der Äcker zu setzen. Klug wie er war, hielt er sich aus den Zwistigkeiten zwischen Ar und Cos heraus und handelte mit beiden Seiten. Er wusste ein jeder Mensch bedarf einer regelmäßigen Mahlzeit und der Klang der klingenden Münzen die im Austausch für jene Waren in seinen Geldbeutel fielen, war jene Musik die ihm und seinen Nachkommen ein bequemes Leben ermöglichte.
Als der Konflikt mit der Seemacht Cos sich zuspitzte, trieb ihn dann doch die Sorge um und er verlegte seinen Hauptwohnsitz hinaus aufs Land. Er ließ eine prächtige Villa auf einem Hügel errichten, inmitten seiner Ländereien, auf das ein jeder auf seinem Landgut, ob frei oder unfrei, zu ihm hinauf sehen musste und sich somit seines Platzes gewahr würde.
Nachdem Ar in die Hände jener aus Cos geriet kehrte wieder Ruhe und Frieden ein, der Hunger der Menschen war so groß wie eh und je und unser Auskommen gesichert. Mein Vater wies meine Brüder, bevorzugt Laelius der Erstgeborene, in die Geschäfte ein, ich sowie meine Schwester lernten einen Haushalt zu führen, das Leben eines zukünftigen Gefährten zu erleichtern. Um des lieben Friedens willen und gewiss auch um die Geschäfte zu erleichtern, gab mein Vater meine Schwester Iulia einem der neuen Herren aus Cos in die Hände. Sie aus dem Haus zu lassen war eine weise Entscheidung, ein Maul weniger zu stopfen, sowie eine familiäre Bindung mit den nun Herrschenden. Die Münzen rollten nun fortan über unsere Tische, allermeist auf die Seite meines Vaters, doch in all diesem Glück wollte das Schicksal uns nun auf die Probe stellen.
Unheil braute sich über Ar zusammen, ein Aufstand, eine Revolte, schlecht für das Geschäft. Eine wilde Mörderbande, die den Wert der Ehre über den der baren Münze legte, bahnte sich mordend und brennend ihren Weg durch die Gassen von Ar. Jene die aus Cos stammten, jene die sich mit ihnen verbunden fühlten und gewiss auch jene die etwas von Wert besaßen, vielen dem blutigen Schwert zum Opfer. Es dauerte Tage des bangen Wartens bis uns die schreckliche Nachricht vom gewaltsamen Tode Iulias und ihres Gefährten Naevius ereilte. Es brach meiner Mutter das Herz und sie verweigerte aus Gram jedwede Speise, um dann als bald den letzten Atemzug zu tun. Der Schrecken des Krieges kam über uns, Krieger und Söldner verheerten unsere Ländereien, ob Cos oder Ar, alle verhielten sich wie wild gewordene Bestien.
Es war ein grausiger Winter, doch brachte der Frühling das Leben zurück, die Aussaat und den Frieden. Mein Vater war zu sehr Geschäftsmann, als das ihm solcherlei Ereignisse lange Zeit beschäftigen. Und so wurden die toten Sklaven, Krieg bringt viele frische Seelen in Ketten, recht schnell ersetzt. Ich war nun die letzte noch lebende Frau der Familie, Schwester und Mutter in einer Person. Jedoch wollte mein Vater an mir nun etwas gutes tun, eine Reise, Erfahrungen für die Ewigkeit, bevor er mich gewiss gewinnbringend mit einem Mann vergefährtet.



8. September 2014

i've got lost

Ambra Saponis ist versklavt und fristet gewiss irgendwo ein leidvolles Dasein, Alexa Lourbridge weilt bei ihrem Satan und Alexandra Wealda verpasste ihren Flieger und somit ihre Weltreise. Trotzig stehe ich auf meinem Grund und Boden, baue hier baue da, gehe shoppen und langweile mich zu Tode. Wenn nichts mehr ist so wie es einmal war, wenn nichts neues reizt, da es den Vergleich mit dem Alten nicht stand hält. Wenn sich die Liste der Freunde allmählich leert, sich allein gelassen fühlt und dafür jedem außer einem Selbst die Schuld gibt. Dann ist es Zeit SL zu verlassen, es gab und gibt viele weitere Welten die einen Besuch lohnen. Andererseits die gestalterische Freiheit von Second Life scheint einfach zu perfekt zu sein, wie geschaffen für das Rollenspiel


Mir fehlt der Zugang zu Gor, das mittelalter bzw. fantasy Rollenspiel in SL gefällt mir auch nicht wirklich, die Jetzt-Zeit-RPs scheinen mir für gewöhnlich albern zu sein. Bei Vampiren bekomme ich das Würgen, Romantiker aus dem Norden Gors, die mir von der tollen Natur vorschwärmen machen mich wütend, Waldmädchen die mich in ihre Hippiekommune einladen lassen mich staunend zurück. Vor lauter Abneigung gegenüber allen und jeden spiele ich seit Monaten fast ausschließlich mit mir selbst. Aber irgendwann, egal wie narzisstisch man auch ist, langweilt einen der Blick in den Spiegel. Ich bin mir nicht selbst genug, ich benötige Gesellschaft, also auf ein Neues...


10. August 2014

Stolz hinter Gittern


Duncans Körper war dank der Folter kaum mehr zu erkennen, er hatte nichts mehr von dem muskulösen, vor Stolz strotzenden Krieger. Die Schläge, die hasserfüllten Flammen die er zu ertragen hatte, er war entstellt und kaum mehr wieder zu erkennen. Eines seiner Augen baumelte nur noch von Sehnen gehalten vor seinem, vormals recht ansehnlichen Gesicht. Zunächst dachte ich daran dieses als Trophäe an mich zu nehmen, doch fiel es meinem Ungeschick zum Opfer, als ich es abtrennte kullerte es durch den Kerker und wurde von meinen Stiefeln zerquetscht. Immerhin konnten nun die Anwesenden es mir nicht streitig machen, so dass ihre missmütigen Blicke durchaus ein Gewinn für mich waren. Ich versorgte wenig kenntnisreich die Wunden und überließ das Opfer wieder seine Peinigern, die diese Nacht nicht wenig Freude hatten.
Der erste Zorn hatte sich gelegt, Duncan war nicht tot, noch wurde beraten wie und ob er vernichtet würde. Sein Vater sträubte sich dagegen eine Entscheidung zu fällen und so arbeitete die Zeit für den Angeklagten. Äußerlich gezeichnet richtete der Delinquent sich in seinem Verlies ein, seine Schüler und die wenigen Verbündeten, die er noch innerhalb der Jäger der Nacht hatte, versammelten sich Tag ein Tags aus vor seinen Gittern. Auch ich war oft unter der versammelten Schar zu finden, doch gedachte ich nicht daran, auch nur einen weiteren Finger für ihn zu krümmen. Sollte er sich seiner Bruderschaft bedienen, man sah ja an seinem Bruder wie loyal dieses Gesellen waren. Fast konnte man meinen er wäre der dunkle Prinz der aus dem Kerker heraus die Geschicke der Welt lenkte, so Stolz und über alle Maßen arrogant wie er wieder war. Doch würde er bald erfahren, dass er hinter Gittern eingesperrt von geringen Wert ist.


8. August 2014

Duncan das Opfer



Das Experiment wurde weitergeführt, ich war zur Zeit das einzige Testobjekt, irgendwie schien es als wollten sie die Gefahr nicht auf weitere Personen ausdehnen. Vielleicht wäre es sinnvoller gewesen erst einmal mit Tieren zu experimentieren, aber diese hätten natürlich nicht soviel zu erzählen gehabt. Also zwang ich mich abermals in diese Maschine und hoffte darauf dies alles unbeschadet zu überstehen.

Die Affäre um die Elbin und die Wollust des Vampirs, den vor stolz triefenden Sohn, die Dummheit der Blutsauger, die unserer Sache mehr schadete, als nutze. Ich konnte dieses Schauspiel nicht mehr ertragen, sollten sie doch allesamt in ihrer Burg verrotten. Die Zuflucht der Hexen, tief versteckt in den Wäldern, nicht einmal unseren Verbündeten bekannt, sollte fortan mein Heim sein. Von hier aus gedachte ich im Sinne unseres Fürsten zu handeln. Dazu zu zog es mich immer wieder in die Stadt, zu den arglosen Menschen, den gottgläubigen und naiven. Nur entkam ich auch dort den Ruf des dunklen Schlosses nicht. Eine der Blutsaugerinnen, Tochter des Sergios, schön aber dumm, rannte mir aufgeregt in die Arme. Schon wieder war ihr Vater erkrankt, vermutlich verlangte es ihm wieder nach dem feuchten Schoss eines Weibes. Wenig begeistert folgte ich ihr zu unserer Trutzburg und wurde hinab in die Gewölbe geführt. Schon von weiten, noch bevor ich den Vorraum des Kerkers betrat, konnte man das aufgeregte Stimmengewirr der Meute hören. Sergio umringt von seinen Kindern, den Dämonen und weiteren Volk. Den Tränen nah, sofern ein Vampir diese Fähigkeit nicht verloren hatte, stand er unentschlossen im Kerkerraum. Die wilde Meute forderte die Bestrafung von Duncan, gar seinen Tod. Sein Vater schien unentschlossen, nicht gewillt seinen ersten Sohn zu opfern. Nur die Meute gab keine Ruhe, pochte auf irgendwelche obskuren Regeln und Gesetze und so gab er schließlich nach. Sergios zweiter Sohn, sowie einer der Dämonen, jene die am lautesten nach einem Exempel geschrien hatten, betraten Duncans Zelle und richteten sogleich ihren ganzen Zorn auf ihn, auf seinen Leib. Ich stand etwas perplex da und sollte mich wohl noch immer um den angeblich so kranken Vampirvater kümmern. Doch die Schläge, die Tritte, die schmähenden Worte und schließlich das Feuer, welche auf den immer noch stolzen Duncan niederprasselten, zogen mich angewidert und zugleich fasziniert in ihren Bann. Ich hatte kein Auge und schon gar kein Ohr mehr für Sergio, den sie letztlich fort brachten, sollte er doch nicht dabei zu sehen müssen, wie sein Sohn leiden musste. Irgendwann wurde das Opfer ohnmächtig, schien die Folter nicht länger zu ertragen und so schoben sie mich hinein in die Zelle, seinem Vater konnte ich nicht helfen, aber ihm. Trotz meiner geringen Kenntnis gelang es mir ihn ein wenig aufzupäppeln und weiter am Leben zu halten, auf das seine Peiniger noch länger ihren Spaß hatten.



5. August 2014

Duncan der Held



Die eine Krankheit schien besiegt und wurde nun durch eine neue ersetzt. Der Vampirfürst war nicht gewillt sein Spielzeug gehen zu lassen, frei durch unsere Gemäuer spazieren konnten wir sie aber auch nicht lassen. Und so saß das kleine Vögelchen hinter Gittern, nur herausgelassen um dem Blutsauger zu gefallen. Die Spannungen, Neid und Missgunst unter den Jägern der Nacht nahmen täglich zu und gleichzeitig drohte uns der Krieg mit den Elben. Aus eigener Ansicht wusste ich, dass wir diesen Kreaturen in ihrer Vielzahl nicht gewachsen waren. Immer wieder waren unsere Krieger, dumm wie sie nun einmal waren, in das Land der Elben marschiert und holten sich ihre Lektionen. Die unseren stritten lieber untereinander und darin waren sie wirklich gut, als das sie einen Sieg gegen den Feind erringen. Schließlich gab irgendwer bekannt, ich glaube es war einer der Söhne Sergios, dass die Elben zum Krieg rüsteten um ihre Königin zu befreien. Ihrer eigenen Unfähigkeit bewusst, verlangten unsere Kämpfer die Freilassung des Vögelchen. Doch Sergio wollte sein Spielzeug auf keinen Fall hergeben, er war von einer neuen Krankheit befallen, er konnte nicht loslassen, er zeigte sich schwach und war eigentlich unserer nicht würdig. Sein Sohn Duncan sollte die Verteidigung der Burg leiten, jener vor Ehre triefender Krieger, der eher ein Abbild eines Ritters, denn ein Diener Satans war. Man gebe einem einfältigen Mann das Kommando und er wird sofort allein zeigen wie nutzlos er eigentlich war. Sein Kommandoton, vermutlich verursacht durch das grundlose Gefühl der Überlegenheit der Vampire über jene die wirklich einen Wert hatten, beleidigte, belästigte meine Ohren. Aber ich wusste ihm Benehmen beizubringen und fortan jedwede Anweisung mir gegenüber als Wunsch, als Bitte zu formulieren. So ließen wir ihn gewähren und zumindest ich selbst krümmte nicht einen Finger. Hatten wir Hexen doch unseren eigenen geheimen Unterschlupf und mussten nicht befürchten, unser eigenes Blut zu vergießen, damit jener Vampirfürst weiterhin seine Lust an dem Elbenweib ausleben konnte. Duncan erwies sich als eifriger Befehlsempfänger seines Vaters, schon bald waren die Mauern verstärkt mit Aufbauten die unsere Bogenschützen vor den Pfeilen der Elben bewahren sollten, alles war getan um den Feind gebührend zu empfangen. Ich prägte mir derweil den Geheimgang unterhalb des Kellergewölbes der Burg ein, den Fluchtweg den ich gewillt war zu begehen, sobald der erste Feind sich zeigte. Doch so langlebig jene Feinde waren, soviel Zeit ließen sie sich, es war ein Spiel mit unseren Nerven und man musste befürchten, dass sich Vampire, Dämonen und Lykaner bald gegenseitig bekämpfen würden. Sollten sie nur, den dann war es für uns Hexen einfach die Asche beiseite zu kehren und die Jäger der Nacht im wahren Namen Satans zu führen. Schlussendlich unternahm Duncan, der ehrbare Vampir einen recht dummen Schritt. Er stahl seinem Vater das Vögelchen und gab es den Elben zurück, welche nun Ruhe gaben. Somit hatten wir wieder mehr Zeit uns mit uns selbst zu beschäftigen und Duncan, der sich vermutlich für einen Helden hielt, hinter den Gittern unseres Kerkers zu bewundern.

Ein kurzer heller Blitz und die Reise war vorüber. Noch Stunden später besah ich mir zweifelnd die Zeitmaschine. Langsam begann zu bezweifeln, dass damit überhaupt Zeitreisen möglich wären. Eher noch waren es Reisen ins Unbewusste oder gar in eine Parallelwelt, aber dies galt es noch genauer zu erforschen.